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Die Einmaligkeit der Berliner Museumsinseln als Standortvorteil: Interview mit Vera Blumenthal vom Berliner Unternehmen ARIADNE

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ilex Rechtsanwälte sprach mit Vera Blumenthal von dem Unternehmen ARIADNE, einem Team von Wissenschaftlern verschiedener Fachrichtungen, die als erfahrene Kulturvermittler aus dem wissenschaftlichen Umfeld die Museumsinsel wie ihre Westentasche kennen.

     

    ilex: Frau Blumenthal, die Berliner Museumsinsel in der historischen Mitte der Bundeshauptstadt war im Mittelalter noch eine sumpfige Flussaue. Heute ist sie die Keimzelle der Berliner Museumslandschaft, die jährlich etwa drei Millionen Besucher anzieht und damit vielbesuchter touristischer Anlaufpunkt eines der wichtigsten Museumskomplexe der Welt ist. Seit 1999 gehört die Museumsinsel als weltweit einzigartiges kulturelles und bauliches Ensemble zum Weltkulturerbe der UNESCO. Wie erleben Sie diesen Ort?

    Team der ARIADNE – Kempf & Partner Kulturwissenschaftler im Sommer 2016

    Team der ARIADNE – Kempf & Partner Kulturwissenschaftler im Sommer 2016

     

    Vera Blumenthal: Die Museumsinsel ist ein Ort, an dem sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unmittelbar begegnen. Der Besucher kann Geschichte in vielfacher Hinsicht „live“ erleben. Da ist die im Preußen des 19. Jahrhunderts entstandene Idee, dass die Bildung einen der Pfeiler des Staates bilden und Jedermann an Kunst und Kultur teilhaben soll, die zum Bau des 1830 eröffneten Alten Museums führte. Für mich ist das ein ganz wichtiger Bestandteil der deutschen Geschichte. Die Architekturgeschichte wiederum wird sichtbar in den anderen vier Museumsbauten, von denen jeder ein bedeutendes Zeugnis seiner Zeit ist. Die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg und die dabei verursachten Zerstörungen ist nach wie vor präsent – sichtbar vor allem am Neuen Museum, dessen Rekonstruktion durch David Chipperfield die Spuren der Geschichte konserviert hat. Die Umsetzung des Masterplans Museumsinsel können wir momentan am Bau der James-Simon-Galerie und der Restaurierung des Pergamonmuseums miterleben und dürfen gespannt darauf sein, wie die Museumsinsel nach deren Fertigstellung zu erleben sein wird.

    ilex: Welche Bedeutung kommt der Museumsinsel als ein Sammlungsort zu, die sicherlich inzwischen seine eigene Geschichte hat?

    Vera Blumenthal: Auch hier laufen wieder viele Fäden der Geschichte zusammen. Der Besucher kann anhand der ausgestellten Objekte der Sammlungen die Geschichte teils fremder und vergangener Kulturen erleben und auch die Berührungspunkte und Wechselwirkungen der Kulturen untereinander erleben. Andererseits haben die Sammlungen – von denen jede einzelne außerordentliche und teils weltberühmte Objekte enthält – ihre eigene Geschichte entwickelt. Wann unter welchen Umständen und mit welcher Intention die Objekte nach Berlin gelangt sind und wie sie dort wiederum unmittelbar in die deutsche Geschichte verstrickt wurden – ich denke da an die Auslagerung der Objekte während des Krieges und die Teilung nicht nur der Stadt, sondern auch der Sammlungen nach dem Krieg – ist außerordentlich spannend. Manche Objekte habe ihre Bedeutung auch erst dadurch bekommen, dass sie Bestandteil einer Sammlung wurden. Das beste Beispiel dafür ist die Büste der Nofretete. In altägyptischer Zeit hat diese vermutlich nie in der Öffentlichkeit gestanden, ein Bildhauer ließ sie mit anderen nicht mehr benötigten Gegenständen in seiner Werkstatt zurück. Erst nachdem sie mehr als 3000 Jahre später ausgegraben und im Museum ausgestellt wurde, ist sie zu einem der berühmtesten Kunstwerke der Weltgeschichte geworden.

    ilex: Wenn man insofern die Museumsinsel als eine der größten Kulturstiftungen Europas versteht, so wird man doch einschränken müssen. dass man in Berlin grundsätzlich unglaublich viel erleben kann. Für den durchschnittlichen Berlin-Touristen konkurrieren die Museen auf der Museumsinsel möglicherweise mit dem KaDeWe in Wilmersdorf, dem Berghain in Friedrichshain oder der Kuppel des Reichstages in Mitte. Wo verortet sich in diesem unterschiedlichen Angebot das Unternehmen ARIADNE?

    Vera Blumenthal: Unser Angebot richtet sich an Kunden, die ein Museum ganz privat in Begleiten eines Experten erleben und sich darauf verlassen möchten, dass alles für sie organisiert wird: vom Kauf der Eintrittskarten bis zur Auswahl der Route durch das Museum kümmert sich ARIADNE um alles und geht dabei gerne auf individuelle Wünsche ein. Unser Ziel ist es, unseren Kunden die atemberaubende Vielfalt der Berliner Museumslandschaft fachlich fundiert, engagiert und lebendig zu vermitteln, so dass der Museumsbesuch zu einem bleibenden Erlebnis wird.

    ilex: Ariadne war in der griechischen Mythologie die Tochter des kretischen Königs Minos und seiner Gattin Pasiphaë und half Theseus den Minotaurus zu besiegen. Was hat es damit in Bezug auf das Unternehmen ARIADNE auf sich?

    Vera Blumenthal: Ariadne schenkte Theseus einen langen Faden, mit dessen Hilfe dieser nach dem Kampf mit Minotauros wieder aus dem Labyrinth von Knossos herausfand. Bei einem Faden, der den Weg weist, kommt einem auch gleich der „rote Faden“ aus Goethes Wahlverwandtschaften in den Sinn. Wir von ARIADNE rollen sozusagen für Sie einen Faden aus, damit Sie sich im Labyrinth der Museumsinsel zurechtfinden (wenngleich Sie natürlich keinen Minotaurus fürchten müssen) und wir sorgen dafür, dass sich auch inhaltlich ein „roter Faden“ durch ihren Museumsbesuch zieht.

    ilex: Vielen Dank für das Gespräch!

    Die Fragen auf Seite von ilex Rechtsanwälte stellte Dr. Ulrich Schulte am Hülse

    Kontakt:

    ARIADNE – Kempf & Partner Kulturwissenschaftler
    Paul-Robeson-Straße 21
    10439 Berlin
    Telefon: +49 (0)179 - 15 13 220 (von 9:00 bis 21:00 Uhr)
    E-Mail: service@ariadne-berlin.de
    Ariadne

     

    Autor

    Dr. Ulrich Schulte am Hülse
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    Auskunfteien, Bankaufsichtsrecht, Bankrecht, Datenschutzrecht, Geldwäscheprävention, Grundeigentum, Kapitalmarktrecht

    ilex Rechtsanwälte – Berlin & Potsdam Voltaireweg 4, 14469 Potsdam Hohenzollerndamm 123, 14199 Berlin

    Telefon +49 331 9793750
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